RECHTLICHE HINWEISE

Informationen über die Ausgestaltung der Vergütungssysteme der Quantumrock Capital GmbH


Gesetzliche Grundlage

Finanzdienstleistungsinstitute sind mit Inkrafttreten der Verordnung über die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an Vergütungssysteme von Instituten vom 6. Oktober 2010, unter Wahrung des Wesentlichkeits-, Schutz- und Vertraulichkeitsgrundsatzes des Kreditwesengesetzes, verpflichtet, grundsätzliche Ausführungen über die Ausgestaltung ihres Vergütungssystems, den Gesamtbetrag aller Vergütungen sowie die Anzahl der Begünstigten einer variablen Vergütung auf der eigenen Internetseite zu veröffentlichen und mindestens einmal jährlich zu aktualisieren. Verantwortlich dafür ist die Geschäftsleitung der Quantumrock Capital GmbH.

Die Vergütung der Geschäftsführung der Quantumrock Capital GmbH wird durch die Gesellschafter des Unternehmens festgelegt. Die Gesellschafter haben bei der Festsetzung der Gesamtbezüge jedes einzelnen Geschäftsführungsmitgliedes dafür zu sorgen, dass diese in einem angemessenen Verhältnis zu den Aufgaben und Leistungen des Geschäftsführers zur Lage der Gesellschaft stehen, und die übliche Vergütung nicht ohne besondere Gründe übersteigen. Die Festlegung der Vergütungen wird durch vertragliche Regelungen oder Beschlüsse der Gesellschafterversammlung dokumentiert. Die Vergütung der Geschäftsleiter besteht aus einer Fixvergütung in Form von 12 bzw. 13 Monatsgehältern sowie einer variablen Vergütung. Die variable Vergütung wird je nach vertraglicher Regelung als Anteil am Unternehmensergebnis mit einer Maximalgrenze (Cap) oder nach individueller Festlegung durch die Gesellschafterversammlung auf Basis des Unternehmenserfolgs und der individuellen Leistung des Geschäftsleiters gewährt. Garantierte variable Vergütungen werden nicht gewährt. Die variablen Vergütungen werden einmal jährlich ausbezahlt.

Die Vergütung der Mitarbeiter der Quantumrock Capital GmbH wird durch die Geschäftsführung des Unternehmens festgelegt. Die Quantumrock Capital GmbH verfügt über ein einheitliches, transparentes Vergütungssystem, welches auf die Erreichung der in der Geschäfts- und Risikostrategie der Quantumrock Capital GmbH niedergelegten Unternehmensziele ausgerichtet ist. Als Basis der Vergütungsstruktur bei der Quantumrock Capital GmbH dienen tarifvertragliche Regelungen der Finanzdienstleistungsbranche. Die Vergütung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen besteht aus einem fixen Grundgehalt in Höhe von 12 bzw. 13 Monatsgehälter und einer variablen Vergütung. Die Höhe der variablen Vergütung hängt vom Unternehmenserfolg und der individuellen Leistung des Mitarbeiters bzw. Mitarbeiterin ab. Die individuelle Leistung des Mitarbeiters bzw. Mitarbeiterin wird auf der Basis der im Jahresgespräch festgelegten Zielvereinbarungen und Beurteilungen durch die jeweiligen Vorgesetzten bewertet. Die endgültige Festlegung der Höhe der variablen Vergütung erfolgt durch die Geschäftsführung. Garantierte variable Vergütungen werden nicht gewährt. Die variablen Vergütungen werden einmal jährlich mit dem Januar- bzw. Märzgehalt als Einmalzahlung ausbezahlt.


Conflict of Interest Policy


Allgemeine Informationen

Interessenkonflikte lassen sich insbesondere bei Instituten, die für ihre Kunden eine Vielzahl von Wertpapierdienstleistungen erbringen sowie Unternehmen finanzieren und beraten, nicht immer ausschließen. In Übereinstimmung mit den Vorgaben des Wertpapierhandelsgesetzes informieren wir Sie daher nachfolgend über unsere weit reichenden Vorkehrungen zum Umgang mit diesen Interessenkonflikten. Solche Interessenkonflikte könnten sich ergeben zwischen unserem Haus, anderen Unternehmen unserer Gruppe, unserer Geschäftsleitung, unseren Mitarbeitern, vertraglich gebundenen Vermittlern oder anderen Personen, die mit uns verbunden sind und unseren Kunden oder zwischen unseren Kunden.

Interessenkonflikte könnten sich ergeben…

  • in der Anlageberatung und in der Vermögensverwaltung aus dem eigenen Umsatzinteresse am Absatz von Finanzinstrumenten, insbesondere konzerneigener Produkte
  • bei Erhalt oder Gewähr von Zuwendungen (z. B. Platzierungs- oder Vertriebsfolgeprovisionen, geldwerte Vorteile) von Dritten oder an Dritte im Zusammenhang mit Wertpapierdienstleistungen
  • durch erfolgsbezogene Vergütung von Mitarbeitern und Vermittlern
  • bei Gewähr von Zuwendungen an Mitarbeiter und Vermittler
  • aus anderen Geschäftstätigkeiten, insbesondere in Zusammenhang mit Eigenhandelsgewinnen und am Absatz eigener emittierter Wertpapiere
  • aus Beziehungen mit Emittenten von Finanzinstrumenten, etwa bei Bestehen einer Kreditbeziehung, der Mitwirkung an Emissionen sowie bei Kooperationen
  • bei der Erstellung von Finanzanalysen über Wertpapiere, die Kunden zum Erwerb angeboten werden
  • durch Erlangung von Informationen, die nicht öffentlich bekannt sind
  • aus persönlichen Beziehungen von Mitarbeiter oder der Geschäftsleitung oder der mit diesen verbundenen Personen
  • bei der Mitwirkung dieser Personen in Aufsichts- und/oder Beiratsfunktionen

Spezielle Interessenkonflikte könnten sich in der Vermögensverwaltung ergeben…

  • In der Vermögensverwaltung haben Sie als Kunde die Verwaltung und damit auch die Entscheidung über den Kauf und Verkauf von Finanzinstrumenten auf Ihren Vermögensverwalter delegiert. Damit trifft dieser im Rahmen der mit Ihnen vereinbarten Anlagerichtlinien die Entscheidungen über Käufe und Verkäufe, ohne Ihre Zustimmung einzuholen. Diese Konstellation könnte einen bestehenden Interessenkonflikt verstärken.
  • Ein weiterer bei der Vermögensverwaltung typischer Interessenskonflikt könnte sich bei der Vereinbarung einer performanceabhängigen Vergütung ergeben. Hier ist nicht auszuschließen, dass der Vermögensverwalter zur Erzielung einer möglichst hohen Performance und damit einhergehend erhöhten Vergütung unverhältnismäßige Risiken eingeht.

Spezielle Interessenskonflikte könnten sich aus der Vereinnahmung von Zuwendungen ergeben…

  • Beim Vertrieb von Wertpapieren könnten Zuwendungen von Fondsgesellschaften und Wertpapieremissionshäusern an den Berater/Verwalter gezahlt werden. Hierzu gehören umsatzabhängige Vertriebsfolgeprovisionen, die von Fondsgesellschaften, aus den von ihnen vereinnahmten Verwaltungsgebühren, gewährt werden sowie Vertriebsprovisionen, die von Wertpapieremittenten in der Form von Platzierungsprovisionen, entsprechenden Abschlägen auf den Emissionspreis (Discount/Rabatt) und Vertriebsfolgeprovisionen geleistet werden. Darüber hinaus könnten Ausgabeaufschläge vereinnahmt werden, soweit diese beim Verkauf von Investmentanteilen oder anderen Wertpapieren erhoben werden
  • Bei Managed Accounts könnten ebenfalls Zuwendungen, die eine starke Abhängigkeit zum Transaktionsvolumen haben, gezahlt werden. Je mehr Transaktionen ausgeführt werden, desto höher die Gebühren und die anteilige Zuwendung.
  • Schließlich können von anderen Dienstleistern im Zusammenhang mit Wertpapiergeschäften unentgeltliche Zuwendungen wie Finanzanalysen oder sonstiges Informationsmaterial, Schulungen und zum Teil technische Dienste und Ausrüstung für den Zugriff auf Drittinformations- und Verbreitungssysteme gezahlt werden. Die Entgegennahme derartiger Zuwendungsleistungen stünde nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit den Ihnen gegenüber erbrachten Dienstleistungen.
  • An vertraglich gebundene oder unabhängige Vermittler, die mit oder ohne Bezug zu einem konkreten Geschäft Kunden oder einzelne Geschäfte zuführen, könnten zum Teil erfolgsbezogene Provisionen und Fixentgelte gezahlt werden. Darüber hinaus könnten gebundene Vermittler auch von Dritten, insbesondere Fondsgesellschaften und Wertpapieremissionshäusern, unmittelbar Zuwendungen erhalten.
  • In erstellten oder verbreiteten Finanzanalysen könnten sich ebenfalls relevante und potenzielle Interessenkonflikte ergeben.

Konkrete Interessenskonflikte bei der Quantumrock Capital GmbH (Stand 15.05.2020)

Bei den von der Quantumrock Capital GmbH angebotenen Dienstleistungen mit Stand 05|2020 bestehen keine Interessenskonflikte, die die Gesellschaft offenlegen müsste. Soweit Interessenkonflikte entstehen könnten, entgegnet diesen die Gesellschaft mit geeigneten Maßnahmen.

Hinsichtlich der im Vermögensverwaltungsvertrag vereinbarten Gebühren handelt es sich um transparente und nachvollziehbare Gebührenparameter. Die einzelnen Gebühren ergänzen sich und bilden eine homogene Einheit, so dass ohne Interessenskonflikte die vereinbarte Anlagestrategie umgesetzt werden kann. Die Gesellschaft schließt die Vereinnahmung von Zuwendungen (monetärer wie nicht –monetärer Art) strikt aus und unterhält keine diesbezüglichen Vereinbarungen mit angeschlossenen Dienstleistern. Um zu vermeiden, dass sachfremde Interessen zum Beispiel die Beratung, Auftragsausführung, die Vermögensverwaltung oder Finanzanalyse beeinflussen, haben wir uns und unsere Mitarbeiter auf hohe ethische Standards verpflichtet. Wir erwarten jederzeit Sorgfalt und Redlichkeit, rechtmäßiges und professionelles Handeln, die Beachtung von Marktstandards und insbesondere immer die Beachtung des Kundeninteresses. Im Einzelnen ergreifen wir unter anderem folgende Maßnahmen:

  • Schaffung organisatorischer Verfahren zur Wahrung des Kundeninteresses in der Anlageberatung und der Vermögensverwaltung, B. durch Genehmigungsverfahren für neue Produkte
  • Regelungen über die Annahme und Gewährung von Zuwendungen sowie deren Offenlegung
  • Schaffung von Vertraulichkeitsbereichen durch Errichtung von Informationsbarrieren, die Trennung von Verantwortlichkeiten und/ oder räumliche Trennung;
  • Führung einer Insider- bzw. Beobachtungsliste, die der Überwachung des sensiblen Informations-aufkommens sowie der Verhinderung eines Missbrauchs von Insiderinformationen dient
  • Führung einer Sperrliste, die unter anderem dazu dient, möglichen Interessenkonflikten durch Geschäfts- oder Beratungsverbote oder ein Verbot von Finanzanalysen zu begegnen
  • Offenlegung von Wertpapiergeschäften solcher Mitarbeiter gegenüber der zuständigen Stelle, bei denen im Rahmen ihrer Tätigkeit Interessenkonflikte auftreten können
  • Schulungen unserer Mitarbeiter
  • Interessenkonflikte, die sich nicht vermeiden lassen sollten, werden wir gegenüber den betroffenen Kunden vor einem Geschäftsabschluss oder einer Beratung offenlegen

Geeignetheitsprüfung

Vermögensverwalter sollen den Kunden gegenüber klar und deutlich darlegen, dass eine Beurteilung der Geeignetheit vorgenommen wird, damit der Vermögensverwalter im Interesse des Kunden handeln kann.
Unter der „Geeignetheitsprüfung“ ist der gesamte Prozess von der Einholung der Informationen über einen Kunden und die nachfolgende Beurteilung über die Eignung von Finanzinstrumenten und Finanzdienstleistungen für diesen Kunden zu verstehen. Diese Geeignetheitsprüfung ist nicht nur auf Empfehlungen bezüglich des Erwerbs eines bestimmten Finanzinstruments oder der Nutzung einer bestimmten Finanzdienstleistung beschränkt sondern bezieht sich auch auf die Empfehlungen zum „Halten“ oder „Verkaufen“ von Finanzinstrumenten. Hierbei ist Ihre Mithilfe von besonders großer Bedeutung! Sie kennen Ihre eigene Erfahrung, Vermögenssituation, Zukunftspläne und Risikobereitschaft am besten! Vollständige und korrekte Informationen sind für uns unerlässlich, damit wir Ihnen die für Sie geeigneten Produkte und Dienstleistungen anbieten können! Wenn Sie uns diese Angaben nicht machen möchten, dürfen wir keine Anlageberatung durchführen! Die deutschen Kapitalmarktgesetze und die Vorgaben der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht sind in diesem Punkt sehr eindeutig und wir meinen, dass dies auch zu Recht so ist! Jedes andere Vorgehen würde Ihr Vermögen einem unkalkulierbaren und unnötigen Risiko aussetzen! Manche Kunden kommen im Rahmen der Anlageberatung durch die Quantumrock Capital GmbH zum ersten Mal in Kontakt mit Begriffen wie: persönliche Risikoklasse, Risiko – Rendite – Verhältnis, Anlagerisiko, Anlagezeitraum und Liquidität von Finanzinstrumenten. In den nächsten Absätzen möchten wir Ihnen diese wichtigen Begriffe näher erläutern.

Persönliche Risikoklasse / Risiko – Rendite Verhältnis / Inflation

Keine Rendite ohne Risiko, ohne Risiko keine Rendite. Diese Weisheit hat sich bisher immer als wahr erwiesen!

Im Jahr 2019 betrug die offizielle Inflation in der BRD 1,4%. Dies bedeutet, dass Sie im Januar 2020 für Waren EUR 1.000,– ausgeben müssen, die im Januar 2011 noch EUR 986,– gekostet haben! Aus diesem Grund unterliegt Bargeld ohne Verzinsung einem fortwährenden Kaufkraftverlust. Zum Erhalt der Kaufkraft Ihres Vermögens muss also mindestens ein jährlicher Zins erwirtschaftet werden, welcher der Inflation entspricht. An dieser Stelle kann man sehr gut sehen, dass die risikolose Form des Bargelds (Zuhause oder im Schließfach) zu einer Entwertung / Verringerung der Kaufkraft führt. Lässt man Einbruch / Diebstahl außer Acht, kann es bei dieser Variante aber auch nicht zu höheren Verlusten, als dem Kaufkraftverlust durch die Inflation kommen. Als zweites Beispiel betrachten wir 6-jährige Bundesschatzbriefe (Stand 05/2020). Diese bieten mit ca. 0,49% Rendite pro Jahr auch keinen ausreichenden Inflationsausgleich, haben aber bedingt durch den Emittenten (Bundesrepublik Deutschland) ein sehr geringes Risiko.

Am anderen Ende des Risiko–/ Renditeverhältnisses stehen hochspekulative, z.B. auf Kreditbasis getätigte Finanzinstrumente. Beispiel: diverse hoch spezifische Finanzinstrumente wie Termingeschäfte erlauben es einem Anleger, auf einen zukünftigen Aktienkurs / Warenwert zu spekulieren. Dabei geht der Anleger einen verbindlichen Vertrag ein, um an einem bestimmten Tag Finanzinstrumente / Waren zu einem festgesetzten Kurs zu kaufen / verkaufen. Je weiter dieser Tag in der Zukunft liegt, je schwieriger ist eine Prognose des Kurswertes. Es kann passieren, dass dieser Wert weit zugunsten oder zuungunsten der Prognose abweicht. Daher sind sehr hohe Renditen aber auch sehr hohe Verluste möglich. Zur Absicherung dieser Geschäfte wird das Anlagekapital als Sicherheit bei einer teilnehmenden Bank hinterlegt. Unter schlechten Marktbedingungen kann es passieren, dass diese Sicherheitshinterlegung nicht ausreicht und man höhere Verluste als die Anlagesumme hinnehmen muss. Wenn nun ein Teil dieser Geschäfte unter Mithilfe von Krediten finanziert wurde, können deutlich höhere Verluste, als die eigentliche Anlagesumme entstehen.

Zwischen diesen beiden sehr extremen Formen von Kapitalanlagen gibt es ein großes Spektrum an unterschiedlichen Risikoausgestaltungen. Um die Übersicht zu vereinfachen, hat die Quantumrock Capital GmbH einen Risikoindex mit 6-Stufen eingeführt. Damit wir Ihnen eine geeignete Anlageempfehlung geben können, ist vor allem Ihre Risiko/Chancen–Bereitschaft von großer Bedeutung. Wir müssen wissen, wie groß Ihre grundsätzliche Risikobereitschaft ist und wie hoch die Risikobereitschaft für Ihre geplante Anlage ist. Zum besseren Verständnis zeigen wir Ihnen im Folgenden die Risikostufen der Quantumrock Capital GmbH auf:

  • Risikoklasse 1 [sicherheitsorientiert]
    Ich bin am Erhalt meines Kapitals interessiert. Die Sicherheit der Anlage bei sofortiger Verfügbarkeit steht auf jeden Fall im Vordergrund. Kaufkraftverlust des eigenen Vermögens aufgrund von Inflation wird zugunsten der Sicherheit in Kauf genommen.
  • Risikoklasse 2 [ertragsorientiert]
    Ich baue auf gleichmäßige Werteentwicklung und regelmäßige Erträge. Ziel ist es den Kaufkraftverlust des eigenen Vermögens aufgrund der Inflation möglichst auszugleichen. Mir ist bewusst, dass diesen Ertragserwartungen auch Risiken gegenüberstehen. Diese entstehen durch gemäßigte Kursschwankungen im Aktien- und Währungsbereich, sowie Zinsschwankungen. Die gewählten Finanzinstrumente haben ein geringes Bonitätsrisiko.
  • Risikoklasse 3 [wachstumsorientiert]
    Meine Kurs- und Ertragserwartungen sind über Kapitalmarktniveau. Mir ist bewusst, dass dieses Ziel nur mit erhöhtem Risiko erreicht werden kann. Ziel ist ein moderates Wachstum des Vermögens über dem Niveau der Inflation. Den höheren Renditechancen gegenüber Risikoklasse 2 stehen auch stärkere Risiken entgegen. Diese entstehen durch Kursschwankungen oder Kursverlusten im Aktien- und Währungsbereich sowie durch stärkere Zinsschwankungen als in Risikoklasse 2.
  • Risikoklasse 4 [renditeorientiert]
    Für die Chance auf eine sehr gute Wertentwicklung und auf hohe Erträge nehme ich auch Risiken in Form von hohen Währungs-, Kurs-, und Zinsschwankungen in Kauf. Der Markt ist teilweise psychologisch getrieben und ich bin mir bewusst, dass Kapitaleinbußen bis zum Totalverlust möglich sein können.
  • Risikoklasse 5 [spekulativ]
    Ich möchte sehr hohe Erträge erzielen und nehme dafür auch große Risiken – bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals – in Kauf. Die Ertragserwartung ist für mich wichtiger als der Kapitalerhalt. Manche Finanzinstrumente dieser Risikoklasse haben die Möglichkeiten eines Verlustes über die eigene Anlagesumme hinaus, d.h. bei diesen Finanzinstrumenten ist unter Umständen eine Nachschusspflicht möglich.
  • Risikoklasse 6 [hoch spekulativ – Termingeschäfte]
    Ich möchte maximale Renditechancen und bin mir bewusst, dass damit unbegrenzte Risiken verbunden sind. Ein Totalverlust der Anlagesumme und Nachschusspflicht sind möglich.

Beispiele von Finanzinstrumenten nach Risikoklasse [RK]

  • [RK 1]: Bundeswertpapiere, Pfandbriefe mit Laufzeiten kleiner als 3 Jahre, Geldmarktfonds,…
  • [RK 2]: Wie [RK 1] jedoch Laufzeiten zwischen 3 bis 10 Jahren, Rentenfonds…
  • [RK 3]: Wie [RK 1] jedoch Laufzeit > 10 Jahre, DAX Aktienwerte, gemischte Fonds, Aktienfonds, Zertifikate auf DAX,…
  • [RK 4]: Deutsche Aktien Nebenwerte (nicht DAX), Aktien aus einem bedeutendem ausländischen Index (Dow Jones, Nikkei…), europäische und außereuropäische Anleihen mit Laufzeit größer als 10 Jahre
  • [RK 5]: Ausländische Aktien (nicht in einem bedeutendem Index), geschlossene Beteiligungen, Fremdwährungshandel (Forex)
  • [RK 6]: Termingeschäfte, Optionsscheine, Optionen, Futures, Turbo-Zertifikate, Knock-Out-Zertifikate, CFDs,…

Anlagezeitraum und Liquidität

Der persönliche Anlagezeitraum hängt im Wesentlichen von der eigenen Vermögenssituation und den voraussichtlichen zukünftigen Ausgaben ab. Wenn Sie z.B. eine Anlage tätigen wollen und wissen, dass sie dieses Geld in 24 Monaten für eine Darlehensablösung benötigen, müssen Sie zwei Grundlagen beachten: erstens muss das eingestellte Kapital nach 24 Monaten noch vorhanden sein à Risikoklasse 1-2 und zweitens darf das Zielinvestment entweder nur eine Laufzeit von weniger als 24 Monaten haben, oder muss eine hohe Liquidität besitzen. Das Maß der Liquidität von Finanzinstrumenten ist eine Angabe, wie schnell ein Finanzinstrument, ohne negative Auswirkung auf den Wert, gekauft, verkauft oder getauscht werden kann. Leitwährungen, wie USD, EUR oder YEN, haben z.B. eine sehr hohe Liquidität. Diese Währungen können nahezu jederzeit und ohne Zeitverzögerung gegeneinander gekauft und verkauft werden.

Geschlossene -Fonds / -Beteiligungen sind Finanzinstrumente mit einer sehr geringen Liquidität, da ein Zweitmarkt für diese oftmals nicht existiert. Ein Anleger muss mit der Rückführung seines angelegten Kapitals warten, bis Vorabausschüttungen oder eine Auflösung des Fonds erfolgen. Aber auch ohne geplante Ausgaben sollte man einen Teil seines Vermögens als Bankguthaben halten und in Finanzinstrumente mit hoher Liquidität investieren, um unerwartete Ausgaben tätigen zu können.

Kenntnisse und Erfahrung mit Finanzinstrumenten

Um die vorgenannten Entscheidungen treffen zu können, müssen Sie in der Lage sein, die Finanzinstrumente und deren Risiken und Chancen bewerten zu können.

Dabei ist es für uns wichtig, beurteilen zu können, wie weit Ihre Erfahrungen und Kenntnisse mit Finanzinstrumenten gehen! Bitte teilen Sie uns diese offen und ehrlich mit! Der Kapitalmarkt ist ein hoch professioneller und spezialisierter Markt, den ein Privatanleger oftmals kaum überblicken kann! Wir lassen Sie hierbei nicht alleine, sondern werden Sie solange bei den einzelnen Finanzinstrumenten und Finanzdienstleistungen unterstützen, bis Sie selber deren Risiken und Chancen in Bezug auf Ihre eigene persönliche Situation bewerten können!

Persönliche Vermögensverhältnisse und Lebenssituation / Diversifikation

Der sicherlich persönlichste Einblick in Ihre Vermögensverhältnisse und Ihre Lebenssituation ist für uns ein elementarer Baustein in der Anlageberatung. Nicht nur, dass deutsche Gesetze dies von uns ausdrücklich verlangen, sondern auch rein praktisch können wir Ihnen keine Anlageempfehlung aussprechen, wenn wir nicht wissen, wie hoch Ihr Vermögen ist und wie hoch der geplante Anlagebetrag im Verhältnis zu Ihrem Gesamtvermögen ist.

Eine gute Anlageberatung lässt sich daran erkennen, dass versucht wird, das Gesamtvermögen so breit wie möglich in verschiedene, voneinander unabhängige, Zielinvestments zu streuen. Diesen Vorgang nennt man Diversifikation. Um Ihr Vermögen optimal zu diversifizieren, müssen wir auch Kenntnis über Ihre schon bestehenden Kapitalanlagen haben.


Best Execution Policy

Grundsätze für die Ausführung von Anlageentscheidungen im Rahmen der Vermögensverwaltung

Anwendungsbereich

Die folgenden Grundsätze gelten für die Ausführung von Anlageentscheidungen, die der Vermögensverwalter nach Maßgabe des Vermögensverwaltungsvertrages und im Rahmen der dort festgelegten Anlagerichtlinien zum Zweck des Erwerbs bzw. der Veräußerung von Wertpapieren oder anderer Finanzinstrumenten (Verfügungen) trifft. Der Vermögensverwalter führt die Anlageentscheidung nicht selbst aus, sondern beauftragt Dritte mit deren Ausführung.

Keine Anwendung der Grundsätze bei Investmentfonds

Soweit sich die Anlageentscheidung auf den Erwerb oder die Veräußerung von Anteilen an Investmentfonds (Sondervermögen oder Investmentaktiengesellschaften und ausländische, zum Vertrieb im Inland zugelassene Investmentvermögen) erstreckt, deren Ausgabe bzw. Rücknahme i. S. d. § 23 Investmentgesetz (InvG) über eine Depotbank erfolgt, finden die vorliegenden Grundsätze keine Anwendung. Der Vermögensverwalter wird den Erwerb oder die Veräußerung von Anteilen an Investmentfonds grundsätzlich nach Maßgabe des InvG ausführen. Anlageentscheidungen im Hinblick auf Exchange Traded Funds (ETF) werden, soweit diese in Deutschland börsengehandelt sind, an einer inländischen Börse zur Ausführung gebracht.

Vorrang von Weisungen

Der Kunde kann dem Vermögensverwalter Weisungen erteilen, an welchen Ausführungsplätzen Anlageentscheidungen des Vermögensverwalters ausgeführt werden sollen. Solche Weisungen gehen den vorliegenden Ausführungsgrundsätzen in jedem Fall vor.

Hinweis: Liegt eine Weisung des Kunden vor, wird der Vermögensverwalter seine Anlageentscheidung nicht nach Maßgabe der vorliegenden Grundsätze ausführen. Ggf. steht die Weisung eines Kunden im Widerspruch zum aktiven Vermögensverwaltungsmandat – dies trifft grundsätzlich auf die Depots zu, wo ausschließlich 1 Titel oder sämtliche Titel per Weisung geordert werden. In diesen Fällen prüft der Vermögensverwalter einzig, ob die Weisungen dem Risikoprofil und den Anlagerichtlinien entsprechen.

Auswahl einer Depotbank durch den Kunden

Der Kunde hat den Vermögensverwalter angewiesen, bestimmte Einrichtungen mit der Ausführung von Anlageentscheidungen des Vermögensverwalters zu beauftragen. Gibt der Kunde dem Vermögensverwalter eine Kontoverbindung bei nur einer Depotbank an, wird dies als Weisung verstanden, die Anlageentscheidungen über dieses Institut abzuwickeln. Solche Weisungen gehen den vorliegenden Ausführungsgrundsätzen in jedem Fall vor.

Hinweis: Liegt eine Weisung des Kunden vor, wird der Vermögensverwalter die Beauftragung Dritter bzw. deren Auswahl nicht nach Maßgabe der vorliegenden Grundsätze vornehmen.

Diese Best Execution Policy wird anhand der genannten Kriterien mindestens einmal jährlich überprüft. Wesentliche Änderungen werden umgehend auf der Homepage veröffentlicht.

Ausführung der Anlageentscheidung durch Dritte („Auswahl Policy“)

Der Vermögensverwalter trifft Vorkehrungen, um das bestmögliche Ergebnis für den Kunden zu erzielen. Die Auswahl eines Dritten, der mit der Ausführung von Anlageentscheidungen des Vermögensverwalters beauftragt wird, erfolgt unter Berücksichtigung der folgenden Kriterien:

Ziel der Ausführung von Anlageentscheidungen

Anlageentscheidungen können in der Regel über unterschiedliche Ausführungswege (Präsenzhandel, elektronischer Handel) bzw. an verschiedenen Ausführungsplätzen (Börse, sonstige Handelsplätze, Inland oder Ausland) ausgeführt werden. Die vorliegenden Grundsätze beschreiben mögliche Ausführungswege und -plätze zu den maßgeblichen Arten von Finanzinstrumenten, die gleich bleibend eine bestmögliche Ausführung im Kundeninteresse erwarten lassen und die der Vermögensverwalter bei der Auswahl des die Anlageentscheidung ausführenden Dritten berücksichtigen wird.

Kriterien für die Auswahl von Ausführungsplätzen

Bei der Auswahl konkreter Ausführungsplätze stellt der Vermögensverwalter vorrangig darauf ab, für den Kunden den bestmöglichen Gesamtpreis (Kauf- bzw. Verkaufspreis des Finanzinstruments sowie sämtliche mit der jeweiligen Verfügung verbundenen Kosten) zu erzielen. Darüber hinaus trifft der Vermögensverwalter seine Auswahlentscheidung nach Maßgabe der folgenden Kriterien, wobei die einzelnen Kriterien unter Berücksichtigung der Merkmale des Kunden und der betroffenen Finanzinstrumente gewichtet werden:

  • Wahrscheinlichkeit der vollständigen Ausführung und Abwicklung
  • Schnelligkeit der vollständigen Ausführung und Abwicklung
  • Sicherheit der Abwicklung
  • Umfang und Art der Order
  • Marktverfassung

Ausführungsgrundsätze zu einzelnen Arten von Finanzinstrumenten

Bei der Auswahl möglicher Ausführungswege zu einzelnen Ordergruppen gelten die nachfolgenden Ausführungs-grundsätze.

  • Verzinsliche Wertpapiere
    • Bundesanleihen - Ausführung an einer inländischen Börse
    • Jumbopfandbriefe - Ausführung an einer inländischen Börse
    • Sonstige verzinsliche Wertpapiere - Hat der Kunde einer außerbörslichen Ausführung zugestimmt, werden Orders im Interbankenhandel mit einer anderen Bank oder einem anderen Finanzdienstleister ausgeführt. Liegt eine Zustimmung des Kunden nicht vor, oder ist eine Ausführung im Interbankenhandel nicht möglich, werden Order an einer in- oder ausländischen Börse ausgeführt.
  • Aktien
    • an inländischer Börse handelbar - Ausführung an einer inländischen Börse
    • nicht an inländischer Börse handelbar - Im Regelfall Ausführung an der Börse des Landes, in dem die betroffene Gesellschaft ihren Sitz hat. Ein anderer Börsenplatz wird gewählt, wenn der Haupthandelsplatz hiervon abweicht.
  • Zertifikate – Optionsscheine
    • an inländischer Börse handelbar - Grundsätzlich Ausführung an einer inländischen Börse; Ausnahme (bei unzureichender Marktliquidität): Ausführungsgeschäft mit dem jeweiligen Emittenten oder einem sonstigen Handelspartner, der den Abschluss von Geschäften in dem entsprechenden Wertpapier anbietet (sog. Market Maker)
    • nicht an inländischer Börse handelbar - Ausführungsgeschäft mit dem Emittenten oder einem sonstigen Handelspartner, der den Abschluss von Geschäften in dem entsprechenden Wertpapier anbietet (sog. Market Maker)
  • Finanzderivate
    • börsengehandelt - Ausführung an der Börse, an der die Geschäftsform (Kontrakt) gehandelt wird
    • nicht börsengehandelt - Ausführungsgeschäft mit dem Handelspartner der den Abschluss des entsprechenden Geschäft anbietet
    • - Devisentermingeschäfte - Ausführungsgeschäft mit dem Handelspartner der den Abschluss des entsprechenden Geschäft anbietet
    • - Optionen - Ausführungsgeschäft mit dem Handelspartner der den Abschluss des entsprechenden Geschäft anbietet
    • - Swaps - Ausführungsgeschäft mit dem Handelspartner der den Abschluss des entsprechenden Geschäft anbietet

Auswahl des Dritten

Zur Sicherstellung des bestmöglichen Ergebnisses für den Kunden bei Verfügungen hat der Vermögensverwalter zur Ausführung der Anlageentscheidungen die folgenden Einrichtungen ausgewählt:

  1. die Depotbanken
  2. die Broker
  3. Verwaltungssoftware MarketMaker
  4. In Einzelfällen externe Investmentberater

Abweichung im Einzelfall

Falls im Einzelfall Anlageentscheidungen von anderen als den in Ziffer 4 benannten bzw. von anderen als den durch Kundenweisung i. S. v. Abschnitt A. Ziffer 4 benannten Einrichtungen ausgeführt werden sollen, wird zuvor die Zustimmung des Kunden eingeholt.

Anwendung der Execution Policy des beauftragten Dritten

Da der Vermögensverwalter einen Dritten mit der Ausführung von Anlageentscheidungen beauftragt, erfolgt die jeweilige Verfügung nach Maßgabe der Vorkehrungen, die der beauftragte Dritte zur Erreichung einer bestmöglichen Ausführung getroffen hat. Insofern können sich Abweichungen von den o. g. Grundsätzen zu Ausführungsplätzen und Ausführungswegen ergeben.

Abrechnungsgrundlagen, Verlustschwelleninformation, Umgang mit Margin Call bei Managed Account Strategien Einleitung

Im Nachfolgenden sollen die verschiedenen Gebührenparameter der Quantumrock betrachtet werden und deren Bezugsgrößen für das laufende Geschäft erläutert werden. Speziell im Bereich der gehebelten Konten muss eindeutig geregelt werden, welche Bezugsgröße für die Berechnung der Gebühren maßgeblich ist. Hierbei geben die BaFin als auch die gängige Praxis vor, wie und welche Bezugsgrößen zu definieren sind.

  1. Grundsatz
    1. Grundsätzlich muss immer der stichtagsbezogene und aktuell festzulegende Vermögenswert berücksichtigt werden, der bei Auflösung/ Kündigung und/oder Neuinvestition zum Tragen käme [EQUITY].
  2. Gebühren [Abrechnungsmodalität auf Monats-/ oder Quartalsbasis]
    1. Vermögensverwaltungsgebühr in Höhe von x% p.a.
    2. Performancefee in Höhe von x%
    3. Handelskommission pro Lot in der entsprechenden Währung [in PoA festgelegt]
  3. Definition Bezugsgrößen
    1. Balance
      Die Balance ist der Wert der Einzahlung zuzüglich Gewinn/ Verlust aus den bereits geschlossenen Positionen ohne die offenen Positionen zu berücksichtigen
    2. Floating P/L
      Floating Profit/Loss ist der Wert der aktuell offenen Handelspositionen
    3. Equity
      Die Equity ist das zum Stichtag bewertbare effektive Vermögen und wird berechnet aus „Balance plus Floating P/L“
  4. Berechnungsgrößen
    Quantumrock orientiert sich bei der Berechnung der Gebühren gemäß Ziffer 2.1 und 2.2 an der Bezugsgröße „Equity“ gemäß Ziffer 3.3. Die Gebühren gemäß Ziffer 2.3 werden gemäß dem vereinbarten Abrechnungsmodus direkt den aktiven Handelspositionen mithilfe des kontoführenden Brokers/Depotbank in Abzug gebracht und an Quantumrock vergütet.
  5. Sonderfälle
    1. Erstmonat
      Speziell im ersten Monat der Vertragslaufzeit [Zeitpunkt der Erstinvestition] und einem in dieser Periode ausgewiesenen „Verlust“, d.h. die Equity ist geringer als die Erstinvestition, wird der Stand der Erstinvestition für die Berechnung der Performancefee maßgeblich bleiben. Erst bei Überschreiten der Equity gegenüber der Erstinvestition wird für den Mehrertrag eine Performancefee berechnet. Ab diesem Zeitpunkt bleibt die Equity die relevante Größe für weitere Performanceberechnungen [einmal ausgewiesener Höchststand – siehe auch Ziffer 6].
    2. Zuzahlungen/ Entnahmen
      Sollte der Mandant eine Zu-/Sonderzahlung in sein Konto tätigen, erhöht diese automatisch die Balance und die Equity. Somit muss die im Vormonat festgelegte „High-Water-Mark“ um diesen Wert der Zu-/Sonderzahlung erhöht werden. D.h. der Wert der High-Water-Mark verändert sich proportional zur Zuzahlung/ Sonderzahlung. Gleiche Wirkungsweise und Berechnung erfolgt bei der Entnahme von Vermögenswerten.
  6. Definition Performancefee
    Die Performancefee wird gemäß Vermögensverwaltungsmandat mit einer High-Water-Mark versehen. Die High-Watermark-Methode beschreibt ein Prinzip, das bei der Berechnung von Gebühren ursprünglich bei Hedge-Fonds zum Einsatz kommt. Als High Watermark (deutsch: Höchststand, eigentlich Hochwasser), gilt dabei zumeist das bis dato beste Ergebnis, ermittelt zum Beispiel in Form von Index-Punkten. Dieser Punktestand wird dann zur Messlatte für die künftige Arbeit der Fondsmanager oder Vermögensverwalter bestimmt. Bleibt der Wert eines Fondsanteils oder des verwalteten Vermögens unterhalb der Marke, erhält die Gesellschaft oder der Vermögensverwalter keine performanceabhängige Gebühr vom Anleger. Erst wenn die alten Höchstkurse wieder erreicht wurden und die Rendite anschließend weiter steigt, fließt wieder eine erfolgsabhängige Vergütung. Die High Watermark Methode kann auch genutzt werden, um mögliche Verluste aus dem Vorjahr mit Gewinnen des laufenden Jahres zu verrechnen. Hat ein Fonds /Depot im Jahr zuvor beispielsweise 20 % seines Wertes eingebüßt, so müssen die Manager im aktuellen Jahr zunächst einmal entsprechenden Gewinn erwirtschaften. Erst nach dieser Kompensation gilt dann die Gewinnzone als erreicht, weshalb auch erst für ab diesem Zeitpunkt entstehende Gewinne/ Wertzuwächse Performancegebühren zu zahlen sind. Die Anwendung der High Watermark Methode sorgt also für ein Höchstmaß an Übereinstimmung der Interessen des Anlegers mit jenen des Fondsmanagers/ Vermögensverwalters. Beide verdienen nur dann Geld, wenn der Fonds/ das Depot erfolgreich gemanagt wird. Investoren können zudem sicher sein, dass eine Fondsgesellschaft/ ein Vermögensverwalter große Anstrengungen unternehmen wird, um möglicherweise aufgelaufene Verluste rasch auszugleichen.
  7. Berechnung Performancefee und Vermögensverwaltungsgebühr
    Zum vereinbarten Abrechnungszeitraum wird von der vorhandenen Equity die Vermögensverwaltungsgebühr berechnet und in Abzug gebracht. Auf den um die Vermögensverwaltungsgebühr reduzierten Equity-Stand wird die Differenz zum letztmalig festgelegten Höchststand ermittelt. Auf diesen Differenzbetrag, soweit dieser positiv ist, wird dann die vereinbarte Performancefee berechnet und in Abzug gebracht. Der dann um die Performancefee reduzierte Equity-Stand wird nunmehr als künftige, neue High-Water-Mark festgelegt.
  8. Umsatzsteuer
    Sämtliche vorgenannte gebühren unter Ziffer 2 verstehen sich inkl. der derzeit gültigen Umsatzsteuer.
  9. Verlustschwelleninformation
    1. Definition
      Die vertraglich festgelegte Verlustschwelleninformation definiert den prozentualen Wertverlust des Wertpapierkontos innerhalb einer Berichtsperiode [i.d.R. auf Monatsbasis], ab welchem eine Information an den Mandanten versandt werden muss. D.h. erst bei Überscheiten eines festgelegten Verlustgrades [z.B. 40% des ursprünglich investierten Kapitals] wird der Mandant über diesen buchtechnischen Verlust informiert.
    2. Grundlage
      Die Verlustschwelleninformation an den Mandanten soll diesen in die Situation versetzen, seine mit dem Vermögensverwalter vereinbarte Anlagestrategie zu überdenken und zu prüfen, ob das eingegangene Chancen-/Risikoprofil tatsächlich seinen Bedürfnissen entspricht. Im Extremfall kann an dieser Stelle das Mandat gekündigt und liquidiert werden, was allerdings die Realisierung der buchtechnischen Verluste bedeuten würde.
    3. Was bedeutet „Verlust“
      Bei einem klassischem Wertpapierportfolio eingetretene Verluste [bei Managed Accouts ist das die Position Floating P/L] sind erst einmal reine buchtechnische Verluste. D.h. die Wertpapierpositionen – hier: Floating P/L – haben ihren ursprünglichen Wert gegenüber der Einstandskondition verloren: Bei einer entsprechenden Resthaltedauer besteht dann die Möglichkeit, dass die eingegangene Wertpapierposition – hier: Floating P/L – sich wieder in die andere [positive] Richtung bewegt und die Buchverluste sich wieder reduzieren bzw. sich in Gewinnpositionen verändern.
    4. Besonderheit bei automatisierten Handelssystemen
      Bei den von Quantumrock eingesetzten automatisierten Handelssystemen, werden u.a. täglich bis zu mehrere hundert Positionen gehandelt [Achtung – siehe weitere Hinweise zu Interessenskonflikten in der COI und der Gebührenübersicht in den Vertragsunterlagen, sollten Handelsgebühren vereinbart sein]. D.h. es ergibt sich eine Vielzahl offener Positionen, die durchaus buchtechnisch extrem weit unter Einstand bzw. dem Zielkurs notieren. Das bedingt, sollte bei jedem Überschreiten der Verlustschwelle eine Informationspflicht bestehen, dass möglicherweise täglich Adhoc-Informationen an den Mandanten versandt werden, die sich bereits innerhalb von Stunden oder Minuten in Gewinnpositionen verändern können. Um hier keine Verwirrung herbeizuführen und in Anbetracht eines selbst kurzfristigen Anlagezieles von min. 1 bis 3 Jahre, wird bei Quantumrock wie folgt mit der Verlustschwelleninformation umgegangen.
    5. Handhabung bei Quantumrock
      1. Der Mandant erhält von dem kontoführenden Institut/ Broker täglichen Einblick in den aktuellen Kontostand und die Wertentwicklung des Managed Accounts. Der Online-Einblick oder die zugesandte Mail des Instituts/Brokers beinhaltet nachstehend wichtige Positionen für den Mandanten:
        • Closed P/L [Wert der geschlossenen Positionen]
        • Balance [Investitionskapital zuzüglich geschlossene Positionen]
        • Floating P/L [Wert der offenen Positionen]
        • Equity [aktueller Vermögenswert = Balance zuzüglich Floating P/L]
        • Margin [gebundene Equity zur Deckung der offenen Positionen]
        • Free Margin [freies Kapital zum Eröffnen weitere Positionen = Equity minus Margin]
      2. Jeden Monatsultimo erhält der Kunde einen ausführlichen Kontoauszug des kontoführenden Instituts/ Brokers. Bei diesem sind ggf. interne Verlustschwelleninformationen hinterlegt, die zusätzlich warnen.
      3. Quantumrock erstellt per Monatsultimo ebenfalls einen Reportingbericht und weist bei diesem auf die entsprechende Verlustschwelleninformation hin.
  10. Margin Call
    Der Magin Call erfolgt bei Unterschreiten der vorhandenen Equity in Relation zu der gebundenen Margin. Nachstehend die Vorgehensweise bei Eintreten einer solchen [nicht wünschenswerten, aber möglichen] Situation. Ggf. weichen die kontoführenden Broker/Depotbanken hiervon ab – bitte studieren Sie hierzu die Informationen Ihres Brokers bzw. der kontoführenden Bank.
    1. Margin-Call
      Bei einem Margin-Level von ca. 200% [d.h. die Equity beträgt genau das Doppelte der gebundenen Margin] wird der Margin-Call ausgelöst. D.h. der Mandant hat die Möglichkeit, neues Kapital nachzuschießen, um die Equity entsprechend zu erhöhen und somit das Margin-Level wieder auszugleichen.
    2. Stop-Out
      Bei einem Margin-Level von ca. 25% [d.h. die Equity beträgt nur noch ein Viertel der gebundenen Margin] erfolgt der automatische Stop-Out. Das heißt, es wird größte Verlustposition zuerst verkauft gefolgt von der nächstfolgenden usw.